Niederlage in Essen

Foto: Werner Schorp
Foto: Werner Schorp

Der RSC Osnabrück geht auch im zweiten Spiel der Saison als Verlierer vom Feld. Das Team aus der Friedensstadt unterlag bei den Hot Rollig Bears Essen mit 64:34. 

Die Vorzeichen waren vor der Begegnung nicht gut. Mit Center Ralf Bergmann und Spielmacher Volker Greiwe fehlten zwei wichtige Leistungsträger. Doch die Mannschaft von Trainer Dennis Nohl zeigt sich kämpferisch und hatte mit Doppellizenz Lukas Ulfers einen Joker im Ärmel, der sein Debüt für den RSC und in der 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga gab. „Wir hätten natürlich gerne gewonnen beim ersten Spiel von Lukas für uns. Er hat es aber sehr gut gemacht und die ganze Mannschaft hat sich trotz allem teuer verkauft,“ lobt Coach Nohl nach dem Spiel. 

Die Begegnung ging schleppend los. Beide Teams hatten keine gute Trefferquote. Die Hausherren aus Essen fingen nach 3 Minuten an zu scoren und legten einen 8:0 Lauf hin, ehe die Osnabrücker zum ersten Mal den Ball im Korb versenkten. Doch die Gäste fanden an diesem Tag nicht so richtig zu ihrem Spiel, waren in der Defensive nicht sortiert und ließen einfache Punkte zu. Am Ende des ersten Abschnittes lag der RSC mit 20 Punkten in Rückstand (24:04). 

Das zweite Viertel fing besser an. Essen stellte von Pressverteidigung auf Zonenverteidigung um und der RSC kam geordneter in den eigenen Angriff. In der Defensive konnten die einfachen Punkte verhindert werden. Das Viertel ging zwar auch mit 12:07 an die Essener. Allerdings zeigten die Osnabrücker, dass sie durchaus in der Lage waren, wenn auch nicht über die gesamte Spielzeit, mit einem Topteam mithalten zu können. Zur Halbzeit stand es 36:11. 

„Wir haben uns auch bei einem Rückstand von 25 Punkten noch nicht aufgegeben. Im Basketball gab es auch schon die verrücktesten Spiele,“ sagt Nationalspielerin Lena Knippelmeyer. 

Der RSC kämpft weiter und versuchte trotz des aussichtslosen Rückstandes das Spiel für sich zu nutzen, um Spielzüge auszuprobieren, die der Mannschaft in den Begegnungen gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt weiter helfen können. 

„Es hat mehr geklappt als ich dachte und das stimmt mich positiv, dass wir gegen Mannschaften, die ein ähnliches Niveau haben wie wir, besser aussehen werden,“ so Dennis Nohl. Das dritte Viertel ging letztlich auch nur knapp an die Hausherren (51:21). 

Im letzten Akt zwischen Essen und Osnabrück wollte der RSC nochmal zeigen, das er in die 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga gehört und spielte leidenschaftlich zusammen. Die Gäste ließen jetzt den Ball laufen und kamen auch zu Punkten unter dem Korb.

„Ich bin froh, dass wir das letzte Viertel ausgeglichen gestalten konnten (13:13). Als der Druck weg war, weil das Spiel entschieden war, haben wir richtig guten Basketball gezeigt,“ erklärt Dennis Nohl abschließend. Am Ende stand ein 64:34 auf der Anzeigetafel. 

Weiter geht es für den RSC schon am kommenden Wochenende in Hannover. Bei der zweiten Mannschaft von Hannover United soll endlich der erste Saisonsieg her.